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Belegen Beißstatistiken nicht die Gefährlichkeit aversiver Methoden?

16 Sep Posted by in Artikel | 1 comment
Belegen Beißstatistiken nicht die Gefährlichkeit aversiver Methoden?
 

Ein Artikel zum Nachhdenken.
DobermännerEs gelten hierzulande Rassen als Gefährlich, die doch zum Teil eher willkürlich auf Rasselisten landen. Die Beißstatistik zeigt ganz andere Hunderassen auf. Dort sind in den letzten 10 Jahren Schäferhund und Dobermann bei Vorfällen mit Mensch und Tier führend, eher unangefochten. Dies wird gerne mit einer höheren Population beim Schäferhund erklärt, die man beim Dobermann aber nicht anführen kann. Problematisch wird dieses Zahlenspiel dann aber bei den doch aussagekräftigeren Prozentzahlen bezogen auf die Population der einzelnen Rassen.

Sind Schäferhund und Dobermann besonders aggressive Hunderassen? Wie kommt es dazu? Auffällig ist bei beiden Rassen doch die rassetypisch versprochene Leichtführigkeit. Auch sind Beide ausgesprochene Arbeitshunde. Ebenso werden beide Rassen gerne von einer bestimmten Sorte Mensch gehalten und ausgebildet. Zahlreiche Schäferhund – und Dobermannvereine (oft ist dies sogar ein Verein) zeigen nicht nur die Popularität dieser Rassen, sondern auch die Verbundenheit mit alteingesessenen Traditionen. Dobermann und Schäferhund gehören nach der Auffassung vieler dieser Halter auf einen rassespezifischen Hundeplatz zu den Rasseexperten.german-shepherd-172996

Diese häufig durch Vereine geführte Hundeplätze erinnern mehr an Kasernenhöfe, besonders schlimme Kasernenhöfe. Es herrscht sehr oft das Credo, dass besonders Schäferhund und Dobermann einer harten Hand bedürfen. Diese Rassen würden angeblich ihren eigenen Halter anfallen, wenn dieser nicht mit besonderer Härte an die Erziehung herangeht.
Wer einmal an diesen Plätzen vorbei spaziert weiss genau wovon hier die Rede ist. Lautes Gebrüll übertönt noch lauteres Gebell. Wenn die Hunde an der Leine sind ist, es gerne der Stachler oder der Würger am Hals des Vierbeiners, wohl schon aus Tradition. Der Leinenruck erfolgt ganz ohne Aufforderung einfach weil der Hund einen Milimeter gewackelt hat. Ansonsten sitzt Fiffi in seiner Box am Platz und wartet bellend auf den Heimweg.

Zeigt nicht genau diese Herangehensweise an die Erziehung dieser beiden spezifischen Rassen die Auswirkung aversiver Methoden und schlägt sich in der Beißstatistik nieder? Sind die Zusammenhänge nicht auffällig genug? Anscheinend noch nicht.

german-shepherd-404087Aber natürlich bedarf weder der Dobermann noch der Schäferhund einer besonders harten Hand oder dieser völlig schwachsinnigen Erziehungsmethoden. Ausser die Beißstatistik soll weiter von diesen Rassen angeführt werden.
Ich persönlich habe selbst einen Dobermann und dieser verzeiht mir anscheinend das Training nach modernen und nicht aversiven Methoden, denn er käme nie auf die Idee mich mal eben anzubeissen. Das einzige vor ihm schwer zu verteidigende ist alles Essbare.
In diesem Sinne :  Zähne zeigen gegen Gewalt in der Hundeerziehung.

  1. iris09-16-14

    Super geschrieben! Und meiner Ansicht nach trifft das
    zu 100% auf falsch trainierten Schutz zu , bzw. die abgebrochene Aus- u. Weiterbildung in dieser Sparte von Hund und HF plus falscher Aufzucht und Haltung.
    Grüße Iris

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